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2025-09-14 00:20 Lesezeit: 5 Min

Ethereum-Gründer Buterin warnt vor manipulierbarer KI-Regierung.

In einer sich entwickelnden digitalen Landschaft, in der künstliche Intelligenz (KI) zunehmend die Entscheidungsfindung beeinflusst, hat Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin erhebliche Bedenken hinsichtlich der unkritischen Einführung von KI in der Governance geäußert. Buterin warnt, dass „naive KI-Governance“-Modelle von Natur aus anfällig für Manipulationen sind, und plädiert stattdessen für ein robusteres, dezentralisiertes Rahmenwerk, das menschliche Aufsicht mit vielfältigen KI-Beiträgen verbindet. Seine Kritik unterstreicht eine entscheidende Debatte darüber, wie fortschrittliche KI-Systeme in organisatorische und finanzielle Strukturen integriert werden sollten, ohne Sicherheit oder Fairness zu gefährden.

Buterin äußerte seine Bedenken in einer aktuellen Stellungnahme und erklärte, dass die Beauftragung von KI-Systemen mit Aufgaben wie der Zuweisung von Projektmitteln einen klaren Anreiz zur Ausbeutung schafft. Er vertrat die Ansicht, dass Einzelpersonen unweigerlich versuchen würden, solche Systeme mit Anweisungen wie „gib mir das ganze Geld“ zu „jailbreaken“, was die Leichtigkeit hervorhebt, mit der eine zentralisierte KI-Kontrolle untergraben werden könnte. Diese Perspektive deckt sich mit umfassenderen Diskussionen über Cybersicherheit, wo einzelne Fehlerquellen, ob menschlich oder algorithmisch, oft als kritische Schwachstellen angesehen werden.

Als Alternative befürwortet Buterin einen Ansatz, den er zuvor als „Info-Finanzierung“ (info finance) bezeichnet hat. Dieses Modell sieht einen offenen Markt vor, auf dem verschiedene Governance-Frameworks, die potenziell diverse KI-Modelle integrieren, eingereicht und genutzt werden können. Entscheidend ist, dass diese Frameworks Mechanismen für zufällige Audits unterliegen würden, die von jedem Teilnehmer initiiert und letztlich von einer menschlichen Jury bewertet werden können. Diese hybride Struktur zielt darauf ab, die Risiken einer rein KI-gesteuerten Governance zu mindern, indem sie die Kontrolle verteilt und eine Ebene menschlichen Ermessens und menschlicher Rechenschaftspflicht einführt. Buterins ursprüngliche Gedanken dazu sind in seinen Beiträgen nachzulesen: https://t.co/Os5I1voKCV und https://t.co/a5EYH6Rz9.

Dieses vorgeschlagene Rahmenwerk stellt laut Buterin eine Form von institutionellem Design für Resilienz dar. Anstatt sich auf ein einziges, zentralisiertes KI-System zu verlassen, würde das „Info-Finanzierungs“-Modell die Einbettung von großen Sprachmodellen (LLMs) mehrerer Entwickler ermöglichen. Ein solches Design gilt aus mehreren Gründen als robuster: Es fördert die Echtzeit-Diversität unter den Governance-Modellen, schafft starke Anreize für Modellentwickler und externe Beobachter, Schwachstellen zu identifizieren und offenzulegen, und bietet etablierte Mechanismen zur schnellen Fehlerkorrektur. Durch die Kombination von marktorientierter Modellvielfalt mit menschlichen Jurys schlägt Buterin vor, dass Governance-Systeme manipulationsresistenter und anpassungsfähiger gegenüber neuen Risiken werden können, wodurch eine größere langfristige Stabilität und Vertrauenswürdigkeit in ihren Operationen gewährleistet wird.

Lena Hoffmann
Autor
Deutschland

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