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2025-09-26 00:41 Lesezeit: 8 Min
Markt +2

Anchorage Digital baut Stablecoin-Geschäft aus – Nachfrage steigt

Anchorage Digital Bank erweitert seine Stablecoin-Geschäfte erheblich, eine strategische Entscheidung, die durch die wachsende Nachfrage nach digitalen Dollar in den Vereinigten Staaten und die Einführung neuer Bundesgesetzgebung vorangetrieben wird. Die staatlich zugelassene Institution beabsichtigt, ihr dediziertes Stablecoin-Team mehr als zu verdoppeln und rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit einem erheblichen Personalzuwachs. Diese proaktive Expansion unterstreicht die sich entwickelnde regulatorische Landschaft und Anchorage's Positionierung, um davon zu profitieren, insbesondere durch die Beteiligung an einem großen bevorstehenden Stablecoin-Launch.

CEO: Regulatorische Rahmenbedingungen und Partnerschaft treiben Wachstum voran

Die Beschleunigung der Einstellungen in Anchorage's Stablecoin-Abteilung führt CEO Nathan McCauley sowohl auf den kürzlich verabschiedeten regulatorischen Rahmen als auch auf die Partnerschaft der Bank mit Tether Holdings SA zurück. Diese Zusammenarbeit wird die Einführung eines neuen, regulatorisch konformen Stablecoins auf dem US-Markt ermöglichen. McCauley betonte, dass Anchorage's Bundeslizenz die notwendige Befugnis zur Ausgabe von Stablecoins im großen Maßstab in den Vereinigten Staaten verleiht, insbesondere unter den Bestimmungen des Genius Act, der im Juli in Kraft trat. Diese Gesetzesentwicklung ist entscheidend und ermöglicht es Anchorage, als offizieller Emittent für USAT zu fungieren, einem Stablecoin, der so konzipiert ist, dass er alle US-Regulierungsbestimmungen einhält.

USAT: Technologie, Reserven und Zeitplan

USAT wird die proprietäre Tokenisierungstechnologie von Tether, Hadron, nutzen und nicht die interne Infrastruktur von Anchorage, was einen wichtigen Aspekt der Partnerschaft darstellt. Cantor Fitzgerald LP wird die Reserven verwalten, die den neuen Stablecoin decken. Die Einführung dieses neuen digitalen Vermögenswerts wird für Ende des laufenden Jahres erwartet. Die strategische Allianz mit Tether wird seit über einem Jahr entwickelt und begann etwa zur gleichen Zeit, als Gesetzgeber mit der Ausarbeitung des Genius Act begannen. Dieses Timing deutet auf einen vorausschauenden Ansatz beider Unternehmen hin, um sich an erwartete legislative Änderungen anzupassen.

Der Genius Act und die strategische Positionierung von USAT

Der Genius Act gestaltet die Aufsicht über Stablecoins grundlegend um, indem er die Zuständigkeiten zwischen Bundes- und Landesregulierungsbehörden auf der Grundlage der Marktkapitalisierung des Vermögenswerts aufteilt. Stablecoins mit einer Umlaufmenge von über 10 Milliarden US-Dollar müssen sich auf Bundesebene registrieren lassen, während kleinere Einheiten der Landesgerichtsbarkeit unterliegen. Durch die Anvisierung einer Marktkapitalisierung, die diese 10-Milliarden-Dollar-Schwelle überschreitet, positioniert sich USAT unter direkter Bundesaufsicht, was Anchorage eine einzigartige Gelegenheit zur groß angelegten operativen Beteiligung bietet. Die Erweiterung des Anchorage-Teams dient nicht nur der Erhöhung der Mitarbeiterzahl, sondern zielt darauf ab, Kapazitäten in wichtigen Bereichen wie Compliance, Rechtsabteilung und Geschäftsentwicklung speziell für USAT aufzubauen. Zu den anfänglichen Vertriebsplänen gehört die Videoplattform Rumble Inc., ein von Tether unterstütztes Unternehmen, wobei die breitere institutionelle Akzeptanz ein Hauptziel darstellt.

Wachstum des Stablecoin-Marktes und die Auswirkungen auf die Personalbeschaffung

Der breitere Markt für Stablecoins hat ein exponentielles Wachstum erfahren und sich von einem Nischeninstrument für Kryptowährungshändler zu einer bedeutenden Kraft in Mainstream-Zahlungssystemen entwickelt. Marktdaten zeigen, dass der gesamte Stablecoin-Markt sich 300 Milliarden US-Dollar nähert. Prognosen von Bloomberg Intelligence deuten darauf hin, dass Stablecoins bis 2030 ein jährliches Zahlungsvolumen von über 50 Billionen US-Dollar abwickeln könnten, was einen erheblichen Teil der globalen Verbrauchertransaktionen darstellt.

Diese erhöhte Nachfrage nach Expertise im Bereich Stablecoins hat den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte verschärft. Finanzinstitute und Technologieunternehmen konkurrieren aktiv um einen begrenzten Pool von Ingenieuren und Rechtsexperten, die ein tiefes Verständnis sowohl des Kryptowährungs- als auch des traditionellen Bankensektors besitzen. Die Knappheit solcher spezialisierter Talente treibt die Vergütung in die Höhe, wobei Stablecoin-bezogene Positionen nun Gehälter auf dem Niveau von Managing Directors im Corporate Banking erzielen, eine bemerkenswerte Veränderung gegenüber ihrem früheren peripheren Status im Finanzwesen. Das gleichzeitige Wachstum von KI-Unternehmen, insbesondere xAI, verschärft die Herausforderung bei der Personalbeschaffung zusätzlich, da diese Unternehmen aktiv Talente aus dem Kryptowährungsbereich abwerben, indem sie wettbewerbsfähige Vergütungspakete anbieten, einschließlich tokenbasierter Boni. Folglich sehen sich Unternehmen wie Anchorage mit vielfältigem Einstellungsdruck konfrontiert, nicht nur aus ihrer eigenen Branche, sondern auch aus aufstrebenden Technologiesektoren, die Blockchain-Fähigkeiten integrieren wollen. Die Notwendigkeit für Unternehmen, qualifiziertes Personal zu sichern, ist unmittelbar und unerlässlich, um von der aktuellen Dynamik des Stablecoin-Marktes zu profitieren.

Maximilian Braun
Autor
Deutschland

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