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2025-07-23 21:09 Lesezeit: 7 Min
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Bundesanwaltschaft beschlagnahmt 7,1 Mio. $ Krypto nach 97 Mio. $ Öl-Anlagebetrug.

Bundesstaatsanwälte haben Verfahren eingeleitet, um Kryptowährungsvermögen im Wert von 7,1 Millionen US-Dollar zu beschlagnahmen, die direkt mit einem aufwendigen Öl-Anlagebetrug in Höhe von 97 Millionen US-Dollar in Verbindung stehen, durch den Investoren in den gesamten Vereinigten Staaten geschädigt wurden. Diese bedeutende Durchsetzungsmaßnahme unterstreicht die zunehmende Verflechtung traditioneller Finanzbetrugsformen mit ausgeklügelten Krypto-Geldwäschetechniken, an denen Personen in Russland und Nigeria beteiligt sind und die digitale Börsen nutzen, um illegale Finanzströme zu verschleiern.

  • Bundesstaatsanwälte leiteten die Beschlagnahme von 7,1 Millionen US-Dollar an Kryptowährungen ein.
  • Die Gelder sind mit einem 97 Millionen US-Dollar schweren Öl-Anlagebetrug verbunden.
  • Das Betrugsschema war von Juni 2022 bis Juli 2024 aktiv.
  • Opfergelder wurden in Bitcoin, Ether, Tether (USDT) und USD Coin (USDC) umgewandelt.
  • Die Geldwäsche erfolgte über digitale Börsen und involvierte Akteure aus Russland und Nigeria.

Das mutmaßliche Betrugsschema, das zwischen Juni 2022 und Juli 2024 aktiv war, lockte Investoren Berichten zufolge mit Versprechungen erheblicher Renditen aus fiktiven Mietverträgen für Öltanks. Die Gelder der Opfer wurden dann in verschiedene Kryptowährungen, darunter Bitcoin, Ether, Tether (USDT) und USD Coin (USDC), umgewandelt und anschließend über nationale und internationale Börsen geschleust. US-Staatsanwältin Teal Luthy Miller hob hervor, dass die Täter mehrere Krypto-Konten nutzten – eine gängige Taktik bei der Geldwäsche, um Entdeckung zu entgehen und die Rückverfolgung der Gelder zu den Opfern zu erschweren.

Der aufwendige Betrug und die Vermögensbeschlagnahme

Eine Schlüsselfigur in der Geldwäscheoperation, Geoffrey Auyeung, wurde im August 2024 wegen seiner mutmaßlichen Rolle bei der Verschiebung gestohlener Gelder angeklagt. Gerichtsakten zufolge nutzte Auyeung die illegalen Erlöse zum Erwerb digitaler Vermögenswerte, wobei er diese Summen hauptsächlich an Binance transferierte. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung wurden etwa 2,3 Millionen US-Dollar von seinen US-Konten beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft hat bisher direkte Verluste von über 17,9 Millionen US-Dollar identifiziert, wobei erwartet wird, dass das volle Ausmaß der Auswirkungen des Schemas mit fortschreitender Untersuchung noch zunehmen wird. Die Beschlagnahme der 7,1 Millionen US-Dollar durch das Heimatschutzministerium im Dezember 2024 zielt darauf ab, die Rückerstattung an die betrogenen Investoren zu erleichtern, wie US-Staatsanwältin Miller feststellte: „Bundesermittler und Staatsanwälte in unserem Büro handelten so schnell wie möglich, um die Kryptowährung aufzuspüren und zu beschlagnahmen, damit ein Teil der Verluste an die Opfer zurückgegeben werden kann.“

Umfassendere regulatorische Maßnahmen gegen Krypto-Betrug

Der Fall aus Seattle ist bezeichnend für ein umfassenderes und sich intensivierendes Vorgehen der US-Behörden gegen Kryptowährung-bezogene Finanzverbrechen. Das Justizministerium (DOJ) hat seine Durchsetzungsbemühungen verstärkt, zu denen jüngste Maßnahmen wie die Beschlagnahme von 2 Millionen US-Dollar an USDT und bei Binance gehaltenen Vermögenswerten gehören, die mit der Hamas in Verbindung gebracht wurden und über ein in Gaza ansässiges Geldtransfergeschäft zurückverfolgt werden konnten. Dies entspricht einem Muster der Verfolgung krimineller Netzwerke, die digitale Vermögenswerte für illegale Finanzierungen nutzen.

Weitere Beispiele unterstreichen das Ausmaß der Herausforderung: Ein ehemaliger Rugbyspieler, Shane Donovan Moore, erhielt eine Bundesgefängnisstrafe für den Betrieb eines Ponzi-Schemas, das über 40 Investoren um fast 900.000 US-Dollar über ein Schein-Krypto-Mining-Unternehmen, Quantum Donovan LLC, betrog. Unabhängig davon sehen sich ein Pastor aus Denver und seine Frau Dutzenden von Anklagen gegenüber, weil sie angeblich ein glaubensbasiertes Krypto-Anlageschema inszeniert haben, das Einzelpersonen um mehr als 3 Millionen US-Dollar betrog, was die Anfälligkeit von auf Vertrauen basierenden Gemeinschaften für solche Betrügereien hervorhebt.

Die zunehmende Verbreitung von Betrug mit digitalen Vermögenswerten ist ein wachsendes Problem, das sich in FBI-Daten widerspiegelt, die einen erheblichen Anstieg der Verluste für Opfer zeigen. Diese Verluste haben sich von 2,57 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf 4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 fast verdoppelt und sich 2024 weiter auf 5,8 Milliarden US-Dollar erhöht. Dieser Trend unterstreicht die sich entwickelnde Landschaft der Finanzkriminalität und die Notwendigkeit robuster Regulierungs- und Durchsetzungsmechanismen zum Schutz von Investoren im Bereich digitaler Vermögenswerte.

Lena Hoffmann
Autor
Deutschland

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