Die globalen Finanzmärkte eröffneten unter Druck, nachdem die jüngsten Zolankündigungen von Präsident Donald Trump einen breiten Rückzug der Anleger ausgelöst hatten. Diese handelspolitische Kehrtwende machte die jüngsten Gewinne an den wichtigsten US-Indizes zunichte, beendete eine Serie von Rekordhochs und schürte neue Unsicherheit bezüglich der Wirtschaftsaussichten.
- Präsident Trump kündigte eine Anhebung der Zölle auf kanadische Importe auf 35% an.
- Die großen US-Indizes und globalen Märkte verzeichneten infolgedessen Kursverluste.
- Bitcoin (BTC) erreichte ein neues Allzeithoch von über 118.000 US-Dollar.
- Ausgewählte Unternehmen wie Levi Strauss und T-Mobile zeigten positive Entwicklungen.
- Die U.S. Congressional Crypto Week, die am 14. Juli beginnt, wird wichtige Regulierungsgesetze debattieren.
Eskalierende Handelsspannungen und Marktbeben
Am Donnerstag kündigte Präsident Trump Pläne an, die Zölle auf zahlreiche kanadische Importe auf 35% anzuheben. Dies verschärft die Handelsspannungen mit einem wichtigen US-Partner und baut auf vorherigen 25%-Zöllen auf. Dieser Schritt, begleitet von Warnungen vor Vergeltungsmaßnahmen für neue kanadische Steuern, versetzte die Märkte umgehend in Aufruhr. Stephen Innes, Stratege bei SPI Asset Management, brachte die Stimmung auf den Punkt: „Gerade als der Markt bei neuen Höchstständen durchatmete, zog Trump den Teppich wieder unter den Füßen weg“, und bezeichnete das Risikoumfeld als „radioaktiv“, wobei er zu äußerster Vorsicht der Anleger riet.
Bitcoin trotzt dem Trend: Digitales Gold glänzt
Im krassen Gegensatz zum Marktabschwung stieg Bitcoin (BTC) auf ein neues Allzeithoch und überschritt kurzzeitig 118.000 US-Dollar, bevor es sich bei rund 117.600 US-Dollar einpendelte. Diese Aufwärtsdynamik bei digitalen Vermögenswerten korreliert mit der starken Performance von Nvidia (NVDA), das sich einer Bewertung von 4 Billionen US-Dollar nähert, und der Erwartung der U.S. Congressional Crypto Week, die am 14. Juli beginnt. Dort sollen entscheidende Regulierungsgesetze debattiert werden, die die Zukunft des Sektors maßgeblich prägen könnten.
Unternehmensresilienz in turbulenten Zeiten
Inmitten der Volatilität zeigten ausgewählte Unternehmen positive Entwicklungen. Die Aktie von Levi Strauss (LEVI) stieg vorbörslich um 6,4%, übertraf Umsatz- und Gewinnschätzungen und hob trotz Zollbedenken ihre Jahresprognose an. WK Kellogg (WK) zog aufgrund von Übernahmegerüchten durch Ferrero Aufmerksamkeit auf sich. T-Mobile (TMUS) blieb stabil, nachdem das Justizministerium seine 4,4 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von U.S. Cellular (USM) genehmigt hatte, deren Aktie vorbörslich um 1,2% zulegte.
Globale Märkte unter Druck: Eine Übersicht
Die globalen Märkte spiegelten diese Vorsicht weitgehend wider. Die asiatischen Indizes zeigten ein gemischtes Bild: Japans Nikkei 225 und Südkoreas Kospi fielen um 0,2%, während Chinas Hang Seng um 0,6% und der Shanghai Composite um 0,1% zulegten, getrieben von Stimulusgerüchten und einem Upgrade von Goldman Sachs (GS). Die europäischen Märkte verzeichneten ebenfalls Rückgänge, wobei der deutsche DAX und der französische CAC 40 beide um 0,8% fielen und der britische FTSE 100 0,4% verlor. Auch Australien und Indiens Sensex verzeichneten moderate Rückgänge.
Rohstoffe und Währungen: Indikatoren des Risikoumfelds
Im Rohstoffsektor stiegen die Preise für Rohöl leicht an, wobei West Texas Intermediate (WTI) um 77 Cent auf 67,34 US-Dollar und Brent um 68 Cent auf 69,32 US-Dollar zulegte. An den Devisenmärkten legte der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen auf 146,95 zu und schwächte sich gegenüber dem Euro auf 1,1695 US-Dollar ab. Diese Verschiebungen unterstreichen die vorherrschende Risikoaversionsstimmung, die die globalen Kapitalflüsse beeinflusst.